Rezept für Bewegung

Rezept für Bewegung

Mit dem  „Rezept für Bewegung“ können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, wie z. B. Hausärzte, Orthopäden oder Kinderärzte, ihren Patientinnen und Patienten eine schriftliche Empfehlung zur regelmäßigen körperlichen Aktivität geben. Im Kontext eines motivierenden Gesprächs hilft dieses u.U. bei der Entscheidung zur Aufnahme eines für ihn passenden Bewegungsangebotes.

Das „Rezept für Bewegung“ wurde 2011 als gemeinsame Initiative der Bundesärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) entwickelt und soll u.a. helfen, den heutigen Zivilisationskrankheiten wie z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Bewegungsmangel sowie den daraus resultierenden Haltungsschäden vorzubeugen. Hintergrund der Initiative ist das Modell „Bewegung statt Medikamente“.

Das „Rezept für Bewegung“ ist eine freiwillige Leistung des Arztes und kann nicht über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Es hat jedoch das gängige Format eines Heilmittelrezeptes mit einem Unterschriftsfeld für den behandelnden Arzt und kann über den Drucker in der Praxis ausgestellt werden.

Hinweis

Die Kurskosten müssen in der Regel vom Versicherten selbst getragen werden. Die mit dem Qualitätssiegel  SPORT PRO GESUNDHEIT  ausgezeichneten  Sport- und Bewegungsangebote können laut dem GKV-Leitfaden Prävention jedoch von verschiedenen Krankenkassen finanziell unterstützt werden.

Gerne werden von den Ärzten regionale Sportvereine und Kursanbieter empfohlen. Durch das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT erhält der Patient eine Orientierungshilfe über die zertifizierten Bewegungsangebote in Sportvereinen mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf, Haltung und Bewegung sowie Entspannung/Stressbewältigung oder Koordination und motorische Förderung. Für alle zertifizierten Gesundheitsprogramme gelten verbindliche Qualitätskriterien, nachgewiesen durch das Qualitätssiegel “ SPORT PRO GESUNDHEIT“.

Geeignete Kursangebote finden sie online unter: www.sportprogesundheit.de sowie über die regionalen Verzeichnisse der Landessportbünde.

Informationen

Das Sport-Rudern befindet sich derzeit in der Zertifizierungsphase des DOSB und wird in Kürze als Gesundheitssport anerkannt werden.

In den Ländern

  • Hamburg,
  • Hessen,
  • Rheinland-Pfalz,
  • Bayern, Berlin,
  • Bremen,
  • Nordrhein-Westfalen,
  • Schleswig Holstein und
  • Thüringen

ist diese Gemeinschaftsinitiative bereits erfolgreich.
Diverse Materialien wie Poster, Broschüren und Flyer können kostenfrei von Ärztinnen und Ärzten bezogen werden können.